Dienstag, 12. März 2013

passend zum trübseligen Wetter, ein trübseliges Thema...


Behörden, jeder kennt sie, jeder versucht diese zu vermeiden so weit es geht,
doch seit meiner Trennung von meinem Exmann Anfang 2011 bin ich wieder mal in die Situation gekommen mir bei diversen Einrichtungen die nötige "finanzielle Spritze" zu beantragen....

so weit, so gut, für was es auch alles Formulare & Anträge gibt kann man sich als typischer "Otto-Normal-Bürger" gar nicht erst in seiner blühendsten Phantasie vorstellen...

wie dem auch sei, bescheiden wie ich bin (zudem genervt 1000 mal die selben Nachweise auszudrucken) beschränkt sich meine Auswahl auf die nötigsten,
im Detail Wohngeld und Betreuungskostenübernahme für den KIGA, der Rest geht dann schon irgendwie, ging ja bisher auch immer....

Erstes Feedback vom Landratsamt bezüglich Wohngeld erhalten am Samstag mit neuem Vordruck um die selben Ausgaben/Einnahmen wie bereits beim Antrag erneut einzutragen, ja bin ich doof ?
an diesen Angaben hat sich seit Antragsabgabe (28.02.2013) nix geändert, oder seht ihr das anders ?
o.k die Erkenntnis nach allen Berechnungen der mir zur Verfügung stehende Betrag reicht für den übrigen Lebensunterhalt eines 3 Personenhaushaltes mit Sicherheit nicht aus....
oder dieser tolle Satz : "Mit ihrem Einkommen liegen sie unter dem Sozialhilfesatz".

nach dieser errechneten Erkenntnis sollte man meinen  daß dann mal "Hilfe" in Form des beantragten Wohngeldes kommt, what a fuck.....
Natürlich kommt nur die erneute Zusendung bereits ausgefüllter Angaben (jedoch in anderer Optik)...

aber das Beste ist immer noch dieser Satz " Wir bitten Sie einen Antrag auf ALG2 beim Jobcenter zu stellen".
die bitten mich darum meinen letzten Funken Würde abzuschütteln und noch tiefer zu sinken ?
 nöööö.... nicht mit mir, jetz mal ganz ehrlich, unter uns quasi,
bevor ich ALG 2 beantrage, schließe ich lieber ne Lebensversicherung ab daß die Kinder versorgt sind und spring von der Brücke.... noch Fragen ....?
Pläne für heute... Antrag auf Wohngeld fertigstellen ebenso den für die Betreuungskostenübernahme im Zuge dieses "Kopierwahns" noch die fehlenden Auszüge für die Lohnsteuer vorbereiten
um dann 300 Blätter Papier später wieder in den üblichen Alltagstrott einer Alleinerziehenden zurück zu fallen...
ich komme jedoch nicht umhin mich zu fragen,
wenn es doch schon offensichtlich ist daß man unter dem Existenzminimum lebt man trotzdem weiter Formulare ausfüllen muß, mit wohlgemerkt Frist bis 07.04.2013, anstatt die beantragte Leistung zu bekommen...? von was lebt man denn in der Zwischenzeit ? (28.02.-07.04.)
in diesem (Un)Sinne auf das Papier... fertig los

beste Grüße Ju_le


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